Projekte
Blog
12.01.2026
Fortbildung Neues Vergabegesetz 2026
Das Vergabebeschleunigungsgesetz 2026 wird die Praxis spürbar verändern – insbesondere im Unterschwellenbereich, in dem viele unserer bundesweiten Projekte angesiedelt sind. Dr. Ulrich Hermanns hat direkt zu Beginn des neuen (Vergabe-)Jahres am Webinar „Vergabebeschleunigungsgesetz 2026 – Änderungen verstehen, Chancen nutzen“ teilgenommen.
Nordrhein-Westfalen geht diesen Weg besonders entschieden, mit dem § 75a GO NRW entstand ein neuer Paragraph in der Gemeindeordnung NRWs, der zum 1. Januar 2026 das kommunale Vergaberecht grundlegend ändert. Er hebt die verpflichtende Anwendung der UVgO/VOB/A im Unterschwellenbereich auf und gibt den Kommunen mehr Freiheit, eigene Regeln durch eine Satzung festzulegen.
Vergabefragen gehören von Beginn an zu unseren Planungen. Neu ist vor allem der Rahmen: höhere Wertgrenzen, vereinfachte Verfahren und erweiterte Spielräume verändern die bisherigen Routinen und eröffnen zusätzliche Möglichkeiten.
Für unser Büro, das seit vielen Jahren die Vergaben der komplexen Projekte strukturiert begleitet, bestätigt sich damit ein bewährter Ansatz: Inhalte, Gestaltung, Zeitpläne und Vergabestrategien lassen sich nur gemeinsam sinnvoll entwickeln. Für Auftraggeber bedeutet das Planungssicherheit, belastbare Entscheidungen und schlanke Verfahren – und damit mehr Freiraum für das, worum es am Ende geht: überzeugende Projekte und eine verlässliche Zusammenarbeit.
26.12.2025
Gebäude 2, Ansicht von Norden mit Videoinstallation auf XXL-LED-Screen
Archäologisches Fenster am Münster Herford – Geschichte im Übergang
Am 17. Dezember öffnete ein weiterer, besonderer Ort der Stadtgeschichte Herfords sein Portal: Das zweite Gebäude des Archäologischen Fensters, unmittelbar am Querhaus der Münsterkirche gelegen. Es befindet sich genau dort, wo einst der Übergang vom Klosterflügel in die Kirche lag – ein historischer Schwellenraum, der nun erneut zum Ort des Übergangs wird: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen archäologischem Befund und zeitgemäßer Vermittlung.
Ein zentrales Element des neuen Gebäudes sind die großformatigen Videoinstallationen im Außen- und Innenraum. In eindringlicher Präsenz führt Katharina Thalbach als Stiftsdame durch die Geschichte des Ortes (Produktion: Andreas Sawall). Wir konzipierten für diese Installationen die Medientechnik.
Im Inneren des Gebäudes werden darüber hinaus weitere herausragende Fundstücke der archäologischen Ausgrabungen präsentiert. Da die Originale aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft ausgestellt werden können, entstanden hochwertige, detailgetreue Repliken, die den Originalen in Materialität und Wirkung so nahe wie möglich kommen. Diese Arbeiten realisierten wir in enger Zusammenarbeit mit Professor Dr. Matthias Wemhoff, Helmut Hilbert-Elsner sowie der LWL-Archäologie für Westfalen – ein Zusammenspiel aus wissenschaftlicher Expertise, handwerklicher Präzision und gestalterischem Anspruch.
Das neue Gebäude des Archäologischen Fensters erweitert den Ort nicht nur räumlich, sondern auch erzählerisch. Es macht sichtbar, was lange verborgen war, und übersetzt archäologische Forschung in eine anschauliche, sinnlich erfahrbare Erzählung. Ein weiterer Baustein, um Geschichte im Stadtraum Herfords lebendig, zugänglich und nachhaltig erlebbar zu machen.
10.10.2025
Die großartige Silhouette des Klosters Malchow, mit Kirche und angrenzenden Kloster- und Stiftsgebäuden.
2. Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats zur Museumsentwicklung Kloster Malchow
Unser Büro entwickelt die Konzeption der künftigen Dauerausstellung zum Kloster- und Stiftsleben in der ehemaligen Klosteranlage.
Dem Beirat unter dem Vorsitz des Malchower Bürgermeisters René Putzar gehören an: Dr. Steffen Stuht, Direktor des Kulturhistorischen Museums Rostock und Vorsitzender des Museumsverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Axel Attula, Leiter des Deutschen Bernsteinmuseums in Ribnitz-Damgarten, Axel Ulrich, Leiter der Abteilung Bau des Diakoniewerks Kloster Dobbertin gGmbH, Prof. Dr. Gregor Rohmann, Historisches Institut der Universität Rostock, Ute Lehmann-Kraekel, Prokuristin der LEG Schwerin als Bauträgerin, und Friedrich Drese, Leiter des Orgemuseums im Kloster Malchow. Assoizierte Mitglieder sind der Architekt Bernd Reimers (Sanierung), und Dr. Holger Reimers, Büro für Baudokumentation und Konzeptentwicklung (Denkmalpflegerisches Konzept).
Thema der Sitzung war der Zwischenstand von Konzept und Objektdokumentation, den Dr. Ulrich Hermanns und Dr. Gabriele Wiesemann vorstellten. Der Beirat begleitet den Prozess mit viel Zuspruch und reger Diskussion. Herzlichen Dank für diese vielfältige Unterstützung!
28.09.2025
Der Wissenschaftliche Beirat des Sorbischen Museums
1. Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats zum Sorbischen Museum Bautzen
Am 29.9.25 fand in Bautzen die konstuituierende Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats für die Neukonzeption des Sorbischen Museums statt.
Der Vorstand der Stiftung, Jan Budar, die Leiterin des Sorbischen Museums, Christina Bogusz, die Projektleiterin Rebecca Wöppel und Ulrich Hermanns referierten den Sachstand zum Neubau und den Ausstellungen. Es schloss sich eine lebhafte Diskussion an, mit der die Themen und Ausrichtungen weiter geschärft werden können.
Dem Beirat gehören rennomierte Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich und Tschechien an:
- Dr. Kai Wenzel, Kurator, stellvertretender Direktor der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz (Vorsitzender des Beirats)
- Dr. Ute Bretschneider, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig (Stellvertretende Vorsitzende des Beirats)
- Jakub Gruhl, Museologe, M.A., Geschäftsführer von Ectoplastic, Labor für multisensorische Kreativität, Leipzig
- Dr. Bettina Habsburg-Lothringen, Leiterin der Abteilung Kulturgeschichte sowie Leitung der Museumsakademie des Universalmuseums Joanneum, Graz
- Mgr. Tomáš Okurka, Ph.D., Kurator der Sammlung Collegium Bohemicum Oblastní muzeum v Ústí nad Labem
- Prof. Dr. Jana Scholze, Kuratorin für zeitgenössisches Design, Kingston School of Art, London
- Judit Scholze, Geschäftsführerin der Domowina, Bund Lausitzer Sorben, Bautzen
Wir freuen uns sehr auf die fruchtbare Zusammenarbeit und die Impulse des Beirats!
29.09.2025
Blick in das Archäologische Fenster am Münster in Herford
Neue Ausstellungen 2025
Wir planen und realisieren Ihre Ideen
Menschen und Zeiten - Museen aus neuen Perspektiven
Neue digitale Wege im Museum: "Rettet Shorty" - das digitale Escaperoom Game
Projektplanungen und Machbarkeitsstudien